Chow Ciao Chow
Chow Ciao Chow ist ein in Hongkong ansässiger bildender Künstler, der seine Zeit zwischen Hongkong und Berlin aufteilt. Bekannt für seine lebendigen, farbenfrohen Gemälde mit Sonnenmotiven, erforscht er Emotionalität, Selbstermächtigung, Freude und Trauer durch ausdrucksstarke Aquarell- und Acryltechniken.
Nach einer Karriere im Modedesign war er 2014 Mitbegründer des experimentellen Kunstraums Mum’s Not Home in Yau Ma Tei und begann anschließend seine hauptberufliche Tätigkeit als Künstler. Zu seinen wichtigsten Serien zählen Your Sunshine Is Crying und No More Sorrow.
Seine Werke wurden von Sam Smith hervorgehoben, in Hongkong, Deutschland, Schweden und den Vereinigten Staaten ausgestellt und in Zusammenarbeit mit Marken wie Lane Crawford, Casetify, Le Labo und COS realisiert. Sie befinden sich in privaten Sammlungen weltweit.
Ich glaube, die Sonne ist ein Symbol für Freude und positive Energie, doch viele vergessen, dass auch sie ihre traurige Seite hat. Genau wie wir Menschen empfindet sie Glück und Trauer.
Ich möchte die Sonne als Medium nutzen, um meine Gefühle auszudrücken. Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch, und viele in meinem Umfeld nennen mich „Sonnenschein“. An alle, die es noch nie bemerkt haben: Eure Sonne weint gerade.
Über Chow Ciao Chow
Ich bin in Hongkong aufgewachsen, einer Stadt mit extrem begrenztem Raum, in der sich alles tendenziell vertikal in den Himmel ausdehnt. Beim Malen liebe ich es, dieses Gefühl von Ausdehnung zu erzeugen, das sich zu den Rändern der Leinwand hin drängt – dieses „An-den-Rand-Drängen“ –, das ich als voller Lebenskraft und Vitalität empfinde.
Ich glaube, dass die Sonne ein Symbol für Freude und positive Energie ist, doch viele Menschen vergessen, dass sie auch ihre traurige Seite hat. Genau wie Menschen erlebt sie sowohl Glück als auch Traurigkeit. Ich möchte die Sonne als Medium nutzen, um Emotionen auszudrücken.
Ich bin eigentlich eine sehr glückliche Person, und viele Menschen in meinem Umfeld nennen mich „Sunshine“. An diejenigen um mich herum, die es nie bemerkt haben: Eure Sonne weint gerade.
Während der Pandemie habe ich viele persönliche Erfahrungen gemacht, in denen ich meine Traurigkeit nicht gegenüber meinem Umfeld zeigen konnte. Schon in jungen Jahren wurde mir beigebracht, dass Trauer nicht nach außen getragen werden sollte. Deshalb möchte ich eine Sonne malen, die Tränen weint.
Die Farben, die ich verwende, sind hauptsächlich die grundlegendsten und primären Farben: Rot, Gelb, Blau und Grün. Mein Malstil ahmt die Art und Weise nach, wie Kinder mit Buntstiften zeichnen – einfach, naiv und unschuldig. Ich möchte zeigen, dass Glück eigentlich sehr einfach ist und unsere Emotionen ebenso; sie müssen nicht kompliziert sein.
Ich sage oft, dass „die Sonne weint“ und ihre Tränen die Erde nähren und Sonnenblumen erblühen lassen. Diese Sonnenblumen sind mit anderen Elementen verbunden, die jeweils die Essenz der Sonne tragen. Ich liebe den Namen „Sonne“ sehr und bin davon tief fasziniert.
Ich stelle gerne die gegenseitig abhängige und liebevolle Beziehung zwischen der Sonne und den Sonnenblumen dar. Deshalb trägt meine Farbpalette ein warmes und zärtliches Gefühl in sich.