1990 - Alice II, 2024
„1990 - Alice II“, entstanden im Jahr 2024, setzt eine tief introspektive Erzählung fort und erweitert Themen wie Identität, Erinnerung und emotionale Fragmentierung. Das Werk greift die Präsenz von Alice erneut auf, jedoch nicht als fest definierte Figur, sondern als sich wandelnden Eindruck – zwischen Vertrautheit und Distanz oszillierend. Durch seine vielschichtige Komposition deutet das Bild einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart an, in dem Identität fortwährend neu interpretiert statt eindeutig festgelegt wird.
Die visuelle Sprache trägt eine stille Intensität, in der subtile Details und tonale Kontraste den Betrachter durch einen Raum führen, der zugleich intim und schwer fassbar wirkt. Es entsteht ein Gefühl von Wiederholung mit Variation, als würde das Bild etwas bereits Gesehenes widerspiegeln, jedoch durch Zeit und Wahrnehmung verändert. Alice II wird damit weniger zu einer Darstellung als zu einer Transformation – ein Prozess, in dem sich die Bedeutung eines Subjekts je nach Kontext, Erinnerung und emotionalem Zustand verschiebt.
Im Kern reflektiert „1990 - Alice II“ die fließende Natur von Identität und die Art und Weise, wie persönliche Narrative im Laufe der Zeit rekonstruiert werden. Es ist zugleich Fortsetzung und Abweichung, hält Spuren des Gewesenen fest und bewegt sich gleichzeitig auf etwas Neues zu. „1990 - Alice II“ (2024) bleibt als poetische und vielschichtige Studie über Erinnerung, Präsenz und die sich wandelnde Natur des Selbst bestehen.